So endlich komme ich auch mal wieder dazu etwas zu schreiben. Am Freitag sind wir von der Garden Route zurück gekommen, auch ein echtes Highlight. Aber vorab noch ein paar Bilder unserer Townshiptour mit Rashid unserem Fahrer und Nele unserem Township Guide. Rashid hat uns erstmal ganz stolz erzählt, dass er vor kurzem mit Ricky Martin eine Shark Diving Tour gemacht hat.Beweisfotos auf seinem Handy inklusive. Dort werden große weiße Haie mit stinkenden Fischresten angelockt und besonders mutige Touris können dann in einem Unterwasserkäfig mit den Haien auf Tuchfühlung gehen. Man, der Ricky hat Nerven…

Auch wenn es dort in den Townships wirklich sehr, sehr viel Elend gibt, die Leute und vor allem die Kinder sind dort in Ihrer Umgebung trotzdem glücklich, lachen über beide Ohren, spielen mit den einfachsten Spielzeugen und posen wie die Großen vor unseren Kameras.




Am Montag ging es dann los Richtung Osten, die berühmte Garden Route entlang. Fritte und Tommy hatten Bock auf Abenteuer, also haben die 2 den klapprigen Käfer Cabrio noch mal in der Werkstatt schnell fit gemacht. Scarlett, Gina und ich haben dann doch die sichere Variante bevorzugt und uns lieber einen Polo gemietet, den mussten wir zumindest nicht jedes mal anschieben und abschließen konnten wir den Polo auch. Das Wetter war am Montag echt bescheiden, also haben wir den Tag genutzt, um ordentlich Kilometer abzureißen. Unterkünfte hatten wir für die ganzen 5 Tage nicht im Voraus gebucht, kein Stress also…genügend Infomaterial über kleine, günstige Pensionen und Backpackern hatten wir ja dabei. Das erste Ziel war dann Wilderness, wo wir im “Haus am Strand” übernachtet haben. Das Haus war natürlich wirklich direkt am Strand inkl. ein paar riesigen Walknochen im Garten, die von einem Wal abstammen, der dort tot angespült wurde. Am nächsten Morgen spielte das Wetter immer noch nicht so richtig mit, so dass wir dann wieder eine größere Strecke gefahren sind und zwar nach Jeffrays Bay, DEM Surfer Paradies in Südafrika. Dort hatten wir ein cooles Backpacker gefunden, dass direkt am Strand auf einer Düne lwar. Unser 6er Zimmer hatte zwar ein eigenes Bad (was schon sehr luxuriös war) allerdings dafür keine Tür zum Bad..naja, man kann nicht alles haben
Nach dem vor allem wir Mädels sämtliche Billabong Läden leer geshoppt hatten gings dann abends gemütlich in die Backpacker Bar, um den Surferboys mal zu zeigen, wer am Kickertisch das sagen hat
Mittwoch morgens sind wir 4 Mädels dann erstmal schön ausgeritten, direkt am Strand, durchs Wasser, über Dünen, kein Mensch weit und breit, so beautiful. Am Donnerstag gab dann leider der Beetle seinen Geist auf, nach dem das Benzin im Motor kochte, die Lüftung ausfiel und wir irgendwo in der Pampa feststeckten. Nach langem hin und her haben wir zusammen die Karre wieder anbekommen und Fritte und Tommy sind dann direkt und ohne Umwege wieder zurück nach Capetown gedüst…über 700 KM ohne die Karre auch nur ein einziges mal auszumachen (wohlwissend, dass der Beetle nicht noch einmal von alleine anspringen würde) Für uns 3 Mädels gings dann wie geplant mit dem Polo weiter in den Plettenberg Game Park, wo wir für den Nachmittag eine 3 stündige Horse Safari gebucht hatten. Wir waren ja nun alle erfahrene Cowgirls, so dass wir ohne Probleme ganz nah an Giraffen, Nashörnern und Antilopen vorbei geritten sind. Aber die coolste Story kam von Gina…unser Ranger Robert meinte ganz trocken, ob wir nicht vom Pferd absteigen möchten, um das Nashörn zu streicheln, die seien hier ganz lieb und zahm…ne is klar…also mir war das ganze dann doch zu scary und Schiss hatte ich vor diesen Riesen Rhinos auch. Aber Gina war ganz mutig und ist mal eben vom Pferd gehüpft und schon fast auf dem Weg zum Nashorn, als der Ranger erst mal fast nen Herzstillstand bekommen hat…er wollte uns nur verarschen…man kann Nashörner natürlich nicht mal eben so streicheln…aber lustig wars trotzdem
Und es ist ja auch nichts passiert…ausser dass wir Mädels nach dem Ritt alle ziemlich lädiert aussahen, also mein Rekord waren 16 blaue Flecken und einen tierischen Muskelkater im Hintern vom Reiten.